Kung Fu / Wushu
Bei uns besser als „Kung Fu“ bekannt, ist Wushu die vielseitigste unter den asiatischen Kampfsportarten. Es umfasst alle chinesischen Kampf- und Bewegungskünste, vom Shaolin Kung Fu über Tai Chi bis hin zum Qi Gong.
Besonders die technischen Raffinessen, spektakuläre Faust-, Tritt- und Waffentechniken und das hohe Maß an Körperbeherrschung zeichnen das Wushu als einzigartig rasanten Kampfsport aus.
Seine Popularität außerhalb Chinas hat es vor allem den „Kung Fu -Filmen“ und dem mittlerweile weltbekannten Shaolin Kloster und seinen Mönchen zu verdanken.
Was ist Wushu?
Wushu steht als Oberbegriff der chinesischen Kampfkünste, wobei diese in der westlichen Welt ihren Bekanntheitsgrad durch den Begriff Kung Fu (hartes und ausdauerndes üben) erlangten. Seit jeher waren die chinesischen Kampf- und Kriegskünste eng verbunden mit der chinesischen Tradition und Kultur, wurden sie doch erheblich durch diese beeinflusst und taten dies auch im Gegenzug.
Fäuste im Süden, Beine im Norden
Bedingt durch Lebensart und Lebensraum, den Einflüssen aus Medizin, Religion und Philosophie, und den Erkenntnissen und Erfahrungen aus kämpferischen Auseinandersetzungen, entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl unterschiedliche Systeme. So betonen beispielsweise nördliche Schulen den Einsatz von Beinen, Sprüngen und flüssigen Bewegungen, während der Süden feste Stände und starke Fausttechniken bevorzugt.
Die chinesischen Kampfkünste bestehen immer aus allen Methoden des Kämpfens, dem Treten (Tui fa), Schlagen (Da fa), Ringen (Shuai jiao) und dem Hebeln und Drücken (Qin na). Aus diesen Methoden entstanden wiederum Kampfkünste anderer Regionen und Länder, oder beeinflussten diese nachhaltig. Aber auch Waffen finden ihren Einsatz im Wushu. So werden z. Bsp. der Umgang mit Stock, Säbel, Speer und einer Vielzahl anderer Waffen gelehrt und runden somit die chinesischen Kampfkunstsysteme ab.
Dynamisch, Spektakulär
Seit Anfang des 20ten Jahrhunderts hat sich das chinesische Wushu in 2 Gruppen geteilt. Zum einem den traditionellen Kampfkünsten, mit all seinen kämpferischen und philosophischen Aspekten, wie sie seit Jahrhunderten überliefert werden, zum anderen in einen modernen Demonstrations- und Wettkampfsport, welcher an Rasanz kaum zu übertreffen ist.
Training
Im Vordergrund stehen das Training der Formen, der Faust-,Tritt- und Sprungtechniken. Hinzu kommen akrobatische Elemente sowie die Handhabung von Lang- und Kurzwaffen. Athletik und Fitness ergänzen das Training.
Wushu schult die Ästhetik und Dynamik der Bewegungen, baut Schnelligkeit, Beweglichkeit und Kraft auf, und verbessert Reaktion und Ausdauer.
Wer diesen Sport richtig beherrschen möchte, sollte jedoch unbedingt von einem qualifiziertem Lehrer lernen!
Was sind Formen?
Im Wushu- Sport versteht man unter Formen (Taolu) den Zusammenschluß von Kampftechniken aus den bekanntesten traditionellen Kampfkünsten Chinas. Das Chang Quan (Stil der langen Faust) spielt hierbei eine übergeordnete Rolle. Weit ausladende Faust- und Handtechniken, schnelle und flüssige Beinbewegungen, Tritte und Sprünge zeichnen diesen Stil aus.
Mit zunehmenden Können erhöht sich der Schwierigkeitsgrad, andere Stile, Waffentechniken und choereographierter Partnerkampf (Dui Lian) kommen hinzu. 
Rasanter Kampfsport
Wer eine spektakuläre und dynamische Herausforderung sucht, seinen Körper beherrschen lernen möchte und an rasanten Faust- und Waffenkampftechniken interessiert ist, der sollte Kung Fu / Wushu nicht verpassen. 